Maximale Bodenbeschleunigung (PGA)
Definition
Die maximale Beschleunigung des Bodens während eines Erdbebens, gemessen in g (Erdbeschleunigung). Ein wichtiger Parameter im Erdbebeningenieurwesen zur Auslegung von Bauwerken.
Beispiel
Das Tohoku-Erdbeben 2011 zeichnete an einer Station eine PGA von 2,99g auf – dreimal die Schwerkraft.
Verwandte Begriffe
Verwandte Leitfäden
Wie Gebäude auf Erdbeben reagieren
Buildings sway, crack, and can collapse during earthquakes. Learn the engineering principles behind how structures respond to seismic forces.
Das Kobe-Erdbeben 1995: Japans Weckruf
The 1995 M6.9 Kobe earthquake exposed critical flaws in Japan's earthquake preparedness, killing 6,400 and transforming building codes.
Wie Seismographen funktionieren: Von analog bis digital
Seismographs detect ground motion as small as a nanometer. Learn the mechanics from Milne's pendulum to modern broadband sensors.
Können wir Erdbeben vorhersagen? Wissenschaft vs. Mythos
Despite decades of research, reliable earthquake prediction remains impossible. Learn why forecasting probabilities is the best we can do.
ShakeMap verstehen: Intensität in Echtzeit
ShakeMap shows earthquake shaking intensity within minutes. Learn how to read these maps and what they reveal about ground motion.
Probabilistische Seismische Gefährdungsanalyse-Werkzeuge
PSHA tools calculate earthquake probabilities for any location. Learn how hazard maps are made and what they mean for your area.
Erdbebendaten interpretieren: Ein Leitfaden für Anfänger
Learn to interpret earthquake data including magnitude, depth, intensity, and location. A practical guide to reading earthquake reports.
Verwandte Fallstudien
Das Christchurch-Erdbeben 2011: Wie ein M6,2-Nachbeben ein Stadtzentrum zerstörte
One of the few cases where an aftershock was more devastating than its mainshock, with a M6.2 at just 5 km depth producing 2.2g ground acceleration that obliterated Christchurch's city center.
Das Chi-Chi-Erdbeben 1999: Das am besten aufgezeichnete nahe Verwerfungserdbeben der Geschichte
The best-instrumentally-recorded large earthquake in history, with 441 strong-motion stations capturing near-fault data that fundamentally changed how engineers design buildings close to active faults.
Das Kobe-Erdbeben 1995: Die Katastrophe, die Japans Bauvorschriften transformierte
The earthquake that exposed fatal weaknesses in Japan's pre-1981 building stock, leading to the most sweeping seismic engineering reforms in history and proving that building codes save lives.
Das Northridge-Erdbeben 1994: Amerikas teuerstes seismisches Ereignis
America's most expensive earthquake, which revealed that thousands of modern welded steel moment-frame buildings had suffered hidden brittle fractures in their connections.
Verwandte Werkzeuge
Häufig gestellte Fragen
Das Epizentrum ist der Punkt auf der Erdoberfläche direkt über dem Hypozentrum (Herd), wo der Erdbebenbruch beginnt. Es wird typischerweise als Breiten- und Längengrad angegeben. Die stärksten Erschütterungen treten in der Regel nahe dem Epizentrum auf, obwohl lokale Bodenverhältnisse und die Verwerfungsgeometrie die Zone maximaler Schäden verschieben können.
Ein Seismograph (oder Seismometer) ist ein Instrument, das Bodenbewegungen durch seismische Wellen erkennt und aufzeichnet. Moderne Breitbandseismometer können Bewegungen kleiner als die Breite eines Atoms erfassen. Netzwerke von Seismographen auf der ganzen Welt ermöglichen es Wissenschaftlern, Erdbeben zu orten und ihre Magnitude innerhalb von Minuten zu bestimmen.
P-Wellen (Primärwellen) sind Kompressionswellen, die am schnellsten durch Gestein wandern und zuerst an seismischen Stationen ankommen. S-Wellen (Sekundärwellen) sind Scherwellen, die später eintreffen, aber stärkere Bodenerschütterungen verursachen. P-Wellen wandern durch Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase; S-Wellen nur durch Feststoffe. Der Zeitunterschied zwischen ihnen hilft, die Entfernung des Erdbebens zu bestimmen.
Das Hypozentrum (oder der Herd) ist der Punkt innerhalb der Erde, an dem der Erdbebenbruch beginnt. Es wird durch Breitengrad, Längengrad und Tiefe beschrieben. Der vertikale Abstand zwischen dem Hypozentrum und der Oberfläche direkt darüber ist die Tiefe des Erdbebens, die stark beeinflusst, wie das Erdbeben an der Oberfläche wahrgenommen wird.
Die Seismologie ist die wissenschaftliche Erforschung von Erdbeben und der Ausbreitung seismischer Wellen durch die Erde. Sie umfasst die Erkennung, Ortung und Charakterisierung von Erdbeben, die innere Struktur der Erde, die Bewertung seismischer Gefahren und das Erdbebeningenieurwesen. Seismologen nutzen Daten aus globalen Seismographennetzwerken zur Erforschung dieser Phänomene.