Echtzeit Erdbeben Daten
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Häufig gestellte Fragen
Erdbeben werden durch die plötzliche Freisetzung von Energie in der Lithosphäre der Erde verursacht, am häufigsten durch Bewegungen an tektonischen Plattengrenzen. Wenn die an Verwerfungen angesammelte Spannung die Festigkeit des Gesteins überschreitet, bricht das Gestein und verschiebt sich, wobei seismische Wellen erzeugt werden, die wir als Bodenerschütterungen wahrnehmen.
Die moderne Erdbebenmagnitude wird mit der Momenten-Magnituden-Skala (Mw) gemessen, die die Gesamtenergie eines Erdbebens auf der Grundlage des seismischen Moments quantifiziert – ein Produkt aus Verwerfungsfläche, durchschnittlicher Verschiebung und Gesteinssteifigkeit. Sie hat die ältere Richterskala (ML) für mittlere und große Erdbeben weitgehend ersetzt, da sie bei höheren Magnituden nicht gesättigt wird.
Die Richterskala (Lokalmagnitude, ML) wurde 1935 von Charles Richter entwickelt und misst die Amplitude seismischer Wellen auf einem Seismographen. Die Momenten-Magnituden-Skala (Mw), die 1979 entwickelt wurde, misst die freigesetzte Gesamtenergie und ist genauer für große Erdbeben (M7+). Beide sind logarithmisch – jede ganzzahlige Erhöhung entspricht etwa dem 31,6-Fachen der Energie.
Die USGS schätzt, dass weltweit etwa 500.000 Erdbeben pro Jahr registriert werden. Davon sind rund 100.000 für Menschen spürbar, etwa 100 verursachen Schäden und rund 15–20 erreichen eine Magnitude von 7,0 oder mehr. Nur 1–2 Erdbeben pro Jahr erreichen eine Magnitude von 8,0 oder höher.
QuakeFYI ist eine umfassende Erdbeben-Informationsplattform, die Echtzeit-Seismikdaten von USGS und NOAA, historische Erdbebenaufzeichnungen von 2150 v. Chr. bis heute, seismische Profile für 250 Länder, interaktive Analysewerkzeuge und Bildungsanleitungen bereitstellt – alles verfügbar in 15 Sprachen.
Es gibt keine zuverlässige Methode, um den genauen Zeitpunkt, den Ort und die Magnitude eines Erdbebens vorherzusagen. Wissenschaftler können Gebiete mit hohem seismischen Risiko identifizieren und langfristige Wahrscheinlichkeiten anhand historischer Daten und Verwerfungsstudien abschätzen, doch kurzfristige Vorhersagen liegen jenseits der aktuellen wissenschaftlichen Möglichkeiten.