Aufschiebung (Überschiebung)
Definition
Eine Verwerfung, bei der das hangende Gestein relativ zum liegenden Gestein aufsteigt, verursacht durch Druckkräfte. Flach geneigte Überschiebungen sind für die größten Erdbeben verantwortlich.
Beispiel
Das Tohoku-Erdbeben M9,1 von 2011 riss eine 500 km lange Überschiebungsverwerfung vor Japans Küste auf.
Verwandte Begriffe
Verwandte Leitfäden
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Irans seismische Gefährdung: Kollisionszonenerdbeben
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Subduktionszonen: Erdbebenfabriken der Erde
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Verwandte Fallstudien
Das Sichuan-Erdbeben 2008: 87.000 Tote entlang der Longmenshan-Verwerfung
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Das Kaschmir-Erdbeben 2005: 87.000 Tote an der Himalaya-Grenze
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Das Chi-Chi-Erdbeben 1999: Das am besten aufgezeichnete nahe Verwerfungserdbeben der Geschichte
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Das Tangshan-Erdbeben 1976: Das tödlichste Erdbeben des 20. Jahrhunderts
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Das Aschgabad-Erdbeben 1948: Die sowjetische Katastrophe, die jahrzehntelang verborgen blieb
The most concealed earthquake disaster in history, where the Soviet government classified the true death toll of 110,000 as a state secret for 40 years.
Häufig gestellte Fragen
Das Epizentrum ist der Punkt auf der Erdoberfläche direkt über dem Hypozentrum (Herd), wo der Erdbebenbruch beginnt. Es wird typischerweise als Breiten- und Längengrad angegeben. Die stärksten Erschütterungen treten in der Regel nahe dem Epizentrum auf, obwohl lokale Bodenverhältnisse und die Verwerfungsgeometrie die Zone maximaler Schäden verschieben können.
Ein Seismograph (oder Seismometer) ist ein Instrument, das Bodenbewegungen durch seismische Wellen erkennt und aufzeichnet. Moderne Breitbandseismometer können Bewegungen kleiner als die Breite eines Atoms erfassen. Netzwerke von Seismographen auf der ganzen Welt ermöglichen es Wissenschaftlern, Erdbeben zu orten und ihre Magnitude innerhalb von Minuten zu bestimmen.
P-Wellen (Primärwellen) sind Kompressionswellen, die am schnellsten durch Gestein wandern und zuerst an seismischen Stationen ankommen. S-Wellen (Sekundärwellen) sind Scherwellen, die später eintreffen, aber stärkere Bodenerschütterungen verursachen. P-Wellen wandern durch Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase; S-Wellen nur durch Feststoffe. Der Zeitunterschied zwischen ihnen hilft, die Entfernung des Erdbebens zu bestimmen.
Das Hypozentrum (oder der Herd) ist der Punkt innerhalb der Erde, an dem der Erdbebenbruch beginnt. Es wird durch Breitengrad, Längengrad und Tiefe beschrieben. Der vertikale Abstand zwischen dem Hypozentrum und der Oberfläche direkt darüber ist die Tiefe des Erdbebens, die stark beeinflusst, wie das Erdbeben an der Oberfläche wahrgenommen wird.
Die Seismologie ist die wissenschaftliche Erforschung von Erdbeben und der Ausbreitung seismischer Wellen durch die Erde. Sie umfasst die Erkennung, Ortung und Charakterisierung von Erdbeben, die innere Struktur der Erde, die Bewertung seismischer Gefahren und das Erdbebeningenieurwesen. Seismologen nutzen Daten aus globalen Seismographennetzwerken zur Erforschung dieser Phänomene.